Aus dem Leben eines Start-Up Gründers: Mit Sven Häuser

Über Start-Ups und Gründergeist hört man zunehmend mehr in Deutschland. Dies passiert aus gutem Grund, so Sven Häuser. Er ist einer der Mutigen, welcher sich Hals über Kopf in eine Neugründung stürzte- und nun erfolgreich ein jährlich weiter expandierendes Unternehmen leitet. Zusammen mit Kim Eisenmann, seiner Geschäfts- sowie Lebenspartnerin, gründete das Team 2016 die Twinvay UG. Diese wurde nachfolgend in eine GmbH umgewandelt. Zwei Jahre später wurde bereits das erste Büro in Waldbronn eröffnet und weitere Mitarbeiter eigestellt. Heute agiert das Unternehmen weltweit und ist aus dem anfänglichen Start-Up-Umfeld längst herausgewachsen. Aus diesem Grund kann Sven einen realistischen Einblick in das reale Start-Up Leben geben und sieht manche Dinge in Deutschland vielleicht anders.

"Deutschland fördert Start-Ups und Entrepreneurtum weitaus mehr als noch vor zehn Jahren. Ich bin dennoch der Überzeugung das Start-Ups eher eine Modeerscheinung sind."

Er empfindet, dass dieses: "Ach ich gründe ein eigenes Start-Up" nahezu jedem einmal durch den Kopf gespukt ist. Der Fehler liegt dabei meist nicht an der Idee, sondern an dem Motivationsgrund der Gründer. Sven beobachtet die Gründerszene seit Jahren und steht dieser mit einer gesunden Skepsis gegenüber. "Viele gründen nur in der Hoffnung, später viel Geld zu verdienen. Gerade dieses gründen, skalieren, hochfahren und wieder verkaufen ist sehr künstlich und erfüllt keinen höheren Zweck." Seiner Meinung nach fehlt der Mehrheit diese intrinsische Motivation etwas in der Welt besser zu machen. 
Allgemein ist Gründen in Deutschland heutzutage leichter, da mehr Programme und Organisationen existieren die Start-Ups helfen. Auch bei der Finanzierung hat Deutschland im Vergleich zu den USA angezogen. Mithilfe von Gründerkrediten der KfW oder der "Startfinanzierung 80" der L-Bank kann anfänglich viel unterstützt werden. Diese Leistungen sind jedoch schwer zu bekommen und hart umkämpft. Allgemein mangelt es den Deutschen noch an der Risikoaffinität, laut Sven. Vergleicht man diese wieder mit den USA, schneiden wir deutlich schlechter ab. Auch Investoren sind zaghafter bei der Finanzierung, weswegen Start-Ups gerade in der entscheidenden Entwicklungs- und Wachstumsphase häufig Probleme bei der finanziellen Durchsetzung aufzeigen. Sehr hilfreich in solchen Situationen sind dann die eigenen Kontakte. 

"Der Aufbau eines soliden Netzwerkes ist das A und O."

Sven Häuser, Mitgründer von Xantus Drinkcheck & Twinvay GmbH
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